Die Grundsätze

GRUNDSÄTZE


Die Türkisch Islamische Kulturgemeinde Ahaus übt seine Tätigkeit im Rahmen folgender Kriterien aus:
  • Verfolgung von Zielen, die ausschließlich mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland im Einklang stehen. Wir bekennen uns zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung.
  • Überparteiliche Organisation und Verbot jeglicher parteipolitischer Aktivitäten in den Vereinsräumen.
  • Aktivitäten unter Beachtung von Freundschaftlichkeit, Achtung, Nachsicht, Toleranz und Solidarität der Menschen untereinander und gegenüber anderen Glaubensangehörigen. Diese Eigenschaften entsprechen ebenfalls den Grundsätzen des Islam. Sowie Ablehnung jeglicher Art von Gewalt und Aufruf zur Gewalt.
  • Beachtung der Grundsätze der Gleichbehandlung unter den Mitgliedern, transparent gegenüber den Mitgliedern sowie nach außen.
  • Ausschließliche Verfolgung von gemeinnützigen religiösen, wohltätigen, kulturellen und sportlichen Zwecken.
  • Zur Verwirklichung der satzungsgemäßen Ziele üben wir unsere Aktivitäten ehrenamtlich aus.



ZWECK UND ZIELE


  • · Förderung und Übung der religiösen Dienste
  • · Förderung des interreligiösen Dialoges
  • · Förderung der Kultur
  • · Förderung des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen, Völkerverständigung und Toleranz
  • · Soziale Betreuung und Beratung der Gemeindemitglieder
  • · Koordinierung und Förderung der Integrationsarbeit
  • · Förderung des Erwerbs insbesondere der deutschen Sprache durch Migranten/innen
  • · Förderung und Verstärkung der soziale Beziehungen der muslimische Mitbürger in Ahaus zu Ihrer Nachbarn, Arbeitskollegen, etc.
  • · Errichtung und Erhaltung der Gebetsstätte und Moschee
  • · Förderung von Sport und Jugendarbeit
  • · Förderung von Seniorenarbeit
  • · Förderung von Bildung und Studium
  • · Hilfsaktion für Opfer von Naturkatastrophen
  • · Beratung und Hilfestellung bei Wallfahrten
  • · Förderung und Angebote für Frauenarbeit und frauenspezifische Beratung
  • · Hilfestellung in Todesfällen (seelsorgerisch)
  • · Telefonseelsorge


GEMEINNÜTZIGKEIT

DITIB Ahaus „Türkisch Islamischer Kulturgemeinde“ ist als gemeinnützige Verein anerkannt. Vereinsmittel dürfen nur zu satzungsgemäßen Zwecken verwendet werden.

RELIGIÖSE DIENSTE

Religiöse Dienste werden ausschließlich durch Theologen mit Hochschulabschluss unter Beachtung der tatsächlichen Bedürfnisse und Wünsche der Gemeindemitglieder geleistet. Bei der Informationsvermittlung durch die Religionsbeauftragten (Imame) wird darauf Wert gelegt, dass die Hauptquellen des Islam, Koran und Sunna, beachtet werden, und frei von jeder Art Aberglaube und Irrelehre sind.

  • Rituelle Gebete in Gemeinschaft (Tägliche Gebete, Freitagsgebete, Festgebete, Totengebete)
  • Gebete für besondere Anlässe, wie gemeinschaftliche Nachtgebete im Monat Ramadan (Teravih)
  • Religiöse Unterweisungen in den Grundlehren des Islam für alle Altersklassen
  • Religiöse Seminare, Vorlesungen und Vorträge.
  • Gemeinsames Feiern der besonderen religiösen Nächte (Kandil-Nächte)
  • Veranstaltungen zur gesegneten Geburt des Propheten Muhammed
  • Gemeinsames Fastenbrechen (Iftar) während des gesamten Monats Ramadan
  • Seelsorgerische und religiöse Betreuung von Inhaftierten in den Justizvollzugsanstalten
  • Seelsorgerische und religiöse Betreuung von Kranken
  • Seelsorgerische und religiöse Betreuung in Todesfällen
  • Telefonseelsorge
  • Religiöse Trauungen
  • Religiöse Begleitungen der Beschneidungszeremonie



INTERRELIGIÖSER DIALOG

Die Türkisch Islamische Kulturgemeinde Ahaus e.V. legt großen Wert auf die Werte, die für den Islam von großer Bedeutung sind und die auch als universelle Werte geschätzt werden. Sie sind Prinzipien wie Respekt vor Menschen mit anderen religiösen und weltanschaulichen Ansichten, Dialog und Toleranz. Auf der Grundlage dieser Werte ist uns sehr wichtig, dass die Atmosphäre der Begegnung und des Dialogs zwischen den Anhängern der verschiedenen Religionen, vor allem mit den Christen in Deutschland, die die Mehrheit der Bürger bilden, gepflegt wird:

  • · Veranstaltung von „Tag der offenen Moschee“
  • · Gemeinsame Friedensgebet
  • · Interreligiöse Seminare und Vorträge
  • · Moscheeführungen
  • · Ausbildung von ehrenamtlichen Dialogbeauftragten in den Gemeinden
  • · Veranstaltung zum gemeinsamen Fastenbrechen (Iftar) im Fastenmonat Ramadan mit Gästen aus verschiedenen Religionsgemeinschaften, Politik, Medien, Unternehmensvereinigungen und Gesellschaft
  • · Brückenschlag zwischen Angehörigen verschiedener Religionen
  • · Förderung der interreligiösen Begegnung
  • · Beteiligung an interreligiösen Arbeitsgruppen und an Kirchentagen
  • · Publikationen über Aktivitäten im interreligiösen Dialog
  • · Publikationen zur sachgemäßen Darstellung des Islam



KULTURELLE TÄTIGKEITEN

Wir sind der Ansicht, dass je mehr Migranten sich heimisch fühlen, desto schneller sich mit der Mentalität der Gesellschaft anfreunden können, in der sie ihre Religion und Kultur ohne gravierende Einschränkungen praktizieren dürfen. Bei unseren kulturellen Aktivitäten ist es für uns wichtig, dass unsere Landsleute, Glaubensschwestern und –Brüder, Jugendliche und Kinder ihre religiöse und traditionelle Identität bewahren können, um die Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft zu pflegen und sich von zersetzenden, spalterischen Einflüssen fernzuhalten. Es gilt aber ebenso diese Kultur auch der deutschen Mehrheitsgesellschaf bekannt zu machen und zu öffnen. Die kulturelle und religiöse Verschiedenheit sollte daher als Vorteil und Bereicherung für die gesamte Gesellschaft angesehen werden.
Um dies zu pflegen, bieten wir folgende Angebote:
  • Bildung in Kunst und Musik (Chor, Musikinstrumente und Volkstanz)
  • Folkloristische Erziehung und Darbietungen
  • Mystische (Sufi-) Musik
  • Gemeinsames Feiern von Festtagen
  • Mal-, Gedicht- und Aufsatzwettbewerbe
  • Bildungsreisen in Deutschland und Europa
  • Gemeinsame Wanderungen
  • Kunstausstellungen
  • Völkerverständigung
  • Gemeinsame Veranstaltungen mit den in Ahaus tätigen Vereinen und Organisationen (Musikschulfeste, Schulfeste, Sportfeste, Stadtfest, etc.)




INTEGRATIONSARBEIT

Viele Migranten haben ihre ursprüngliche Absicht, in ihre Heimat zurückzukehren, aufgegeben. Sie haben Deutschland sowie die Stadt Ahaus als ihr zweites Heimatland und neues Lebensumfeld gewählt. Es gilt Angebote für diese Personengruppen bereitzustellen und ihre Integrationsbereitschaft zu fördern. In diesem Zusammenhang stellen wir und als Türkisch Islamischer Kulturgemeinde die Integration als Partizipation der Migrantinnen und Migranten am gesellschaftlichen Leben vor. Dafür ist die Akzeptanz und Gleichstellung der Migranten im gesellschaftlichen Leben unter Anerkennung der Verschiedenheit ihrer Kultur, Sprache und traditionellen Sitten und Gebräuche, insbesondere aber auch der Religionszugehörigkeit unentbehrlich.

In Zusammenarbeit mit sachkundigem Fachpersonal und Institutionen möchten wir insbesondere folgende Integrationsangebote unterstützen bzw. anbieten:

  • Deutschkurse
  • Alphabetisierungskurse
  • Deutschkurse für Vorschulkinder
  • Nachhilfe für Schüler
  • Türkischkurse für Deutsche und andere Interessenten
  • Kunst und Grafikkurse
  • Weiterbildungskurse
  • Vorbereitungskurse für Schulabschlüsse
  • Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen (Schulfestbeteiligung etc.)
  • Informationsveranstaltungen mit Polizei, IHK, Arbeitsagentur, Handelskammer, Arbeitgeberverband, Gesundheitswesen etc.
  • Organisation und Beteiligung an Begegnungsabenden
  • Beteiligung an Straßen- und Nachbarschaftsfesten
  • Gemeinsame Ausflüge und Veranstaltungen
  • Gemeinsame Sportveranstaltungen


HILFESTELLUNG UND SOZIALARBEIT

Die Koordinierung der religiösen, kulturellen und sozialen Betreuung der Muslime in Ahaus und Umgebung erfordert die Mobilisierung der Gemeindemitglieder zu mehr ehrenamtlicher Tätigkeit. Die Vorstandsmitglieder sind auf die beratende und anleitende Unterstützung der Dachverband DITIB Köln angewiesen. Sie werden stets über aktuelle Gesetzesänderungen, Vereinsführungsvorschriften und über ordnungsgemäße Buchhaltung unterrichtet und damit wird gleichzeitig auch über soziale Angebote die Gemeindemitglieder aufgeklärt.
Diese Informationen möchten wir als Ortsgemeinde- auch mit Hilfe von Fachkräften- und soziale Einrichtungen der Stadt Ahaus an die Muslime im Bereich folgenden Themen weiter geben:
  • Hilfestellung bei Behördegängen
  • Seminare und Kurse zur Kindererziehung und –pflege
  • Seminare zur Erhaltung der Gesundheit
  • Informationen und Beratungen über das Schulsystem und die Berufswahl
  • Beratung und Hilfestellung zur Konfliktlösung bei innerfamiliären Problemen
  • Beratung in Suchtfragen und über Vorbeugungsmaßnahmen


FRAUENARBEIT

Es ist sehr wichtig, dass die muslimischen Frauen am gesellschaftlichen Leben gestalterisch teilhaben. Um diese aktive Beteiligung zu ermöglichen, möchten wir eine Frauenbegegnungsstätten eingerichtet. Auch mit Hilfe von Fachpersonal planen wir sie folgende Angebote anzubieten bzw. die in Ahaus bei den verschieden Trägern vorhandene Angebote effektiv zu unterstützen:

  • · Hilfe und Beratung von Frauen, die im Rahmen der Familienzusammenführung nach Deutschland zuziehen.
  • · Sprachkursförderung besonders für die Frauen, die im Rahmen der Familienzusammenführung in Deutschland gekommen sind
  • · Erziehungshilfeangebote
  • · Familiäre Konfliktberatung
  • · Begegnungsabende
  • · Informations- und Diskussionsveranstaltungen
  • · Aufklärung in Gesundheitsfragen
  • · Modenschauen
  • · Gemeinsame Ausflüge
  • · Beteiligung an Straßen- und Nachbarschaftsfesten
  • · Kirmesveranstaltungen zum Zwecke der Unterstützung des Gemeindelebens
  • · Kochkurse
  • · Etc.



JUGENDARBEIT

Fast die Hälfte der türkisch-muslimischen Bevölkerung in Deutschland besteht aus Kindern und Jugendlichen. Die Türkisch-Islamische Kultur Gemeinde Ahaus ist sich der Tatsache bewusst, dass Sport und Musik bei der seelischen und körperlichen Entwicklung gesunder Jugend und ihrer erfolgreichen Integration in die Gesellschaft eine konstruktive Rolle spielt. Neben Schaffung von Ruhezonen und Rückzugsmöglichkeiten für die Jugendlichen, gilt es besondere Angebote zur Verfügung zu stellen, die diese Entwicklung fördern. Hierbei haben sich die integrative Wirkung des Sports, der Musik und gemeinsamer Spiele besonders bewährt. Daher möchten wir eine Jugendbegegnungsstätte an die vorhandene Räumlichkeiten errichten. Dadurch wird eine offene Jugendarbeit gefördert und diese mit folgenden Angeboten zu unterstützen.

  • Turnen, Spielen, etc.
  • Freizeitbeschäftigung durch Billard-, Kicker und Dartspiele
  • Musikdarbietungen
  • Gemeinsame Kino- und Fernsehabende
  • Internetauftritte
  • CB-Funk-Gruppen
  • Gemeinsame Ausflüge
  • Begegnungen mit anderen Jugendstätten
  • Beratung und Hilfestellung in allen schulischen und beruflichen Belangen
  • Motivierungsmaßnahmen mit dem Ziel „ eine abgeschlossene Ausbildung ist besser wie ein bares Kapital“
  • Info-Veranstaltungen über versch. Themen (Alkohol, Drogenverbrauch, etc.)
  • Hausaufgabenunterstützung
  • Auf die Projekte vom Jugendamt sowie der örtlichen Schulen beteiligen
  • Verschiedenes




SENIORENARBEIT

Die erste Generation der Gastarbeiter ist mittlerweile schon im Rentenalter. Da die damals als Gastarbeiter zwischen 20-30 Jahr alt waren, kommen die meisten in den nächsten Jahren in eine große Zahl in Seniorenalter. Dieser Menschen haben in ihrer Arbeitsleben schwere körperliche Arbeit geleistet. Es ist damit zu rechnen, dass ein großer Anteil im Vergleich zur anderen Bevölkerungsgruppen auf Hilfe angewiesen sein werden. Da überwiegend der Senioren die deutsche Sprache nicht gut beherrschen und damit die Angebote der verschiedenen Sozialessicherungssysteme nicht in Anspruch nehmen können, droht dieser Menschen häufig im Alter Einsamkeit und Armut.
Wir als Türkisch Islamische Kulturgemeinde möchten diese Entwicklung durch folgende Maßnahmen entgegen wirken und wir verstehen diese als soziale Aufgabe.

  • · Förderung der Begegnung der Senioren durch geeignete Räume Erweiterung der Räumlichkeiten)
  • · Organisation der Aktivitäten zwecks Freizeitgestaltung
  • · Bildung von Netzwerken zur Familie, Bekannte und Freunde
  • · Seelsorge
  • · Hilfe und Beratung bei Behördengängen
  • · Aufklärung in Gesundheitsfragen
  • · Gemeinsame Ausflüge
  • · Begegnungen mit den anderen Senioren
  • · Organisation der nachbarschaftliche Hilfe
  • · Beleitung beim Arzt und Krankenhausbesuchen bzw. Aufenthalten




WOHLFAHRTSWESEN

Unsere Leistungen im Beihilfe und Wohlfahrtswesen:

Hilfekampagnen:
Spenden hilfsbereiter Muslime bei Kampagnen für Naturkatastrophen werden unmittelbar an die Verantwortlichen zur eigenständigen Weiterleitung an die Opfer weitergeleitet.

Opfergabe in Vertretung:
Den Muslimen, die ihre abgeführten Opferabgaben in ärmere Teile der islamischen Welt vertretungsweise leiten möchten, bieten wir mit Rat und Tat unsere Hilfe an.


BEERDIGUNGSHILFE

Vielfach hinterlassen die Verstorbenen an ihre Angehörigen als letzte Verfügung, ihren Leichnam in ihre Heimatorte zu überführen. Zur dauerhaften, sicheren und praktikablen Erfüllung dieses letzten Wunsches wurde im Jahre 1992 der DITIB-Beerdigungshilfe-Fonds in Köln gegründet. Die Türkisch Islamische Kulturgemeinde Ahaus unterstützt die Mitgliedschaft und die Beratung.
Das Totengebet wird von Religionsbeauftragten verrichtet.
Weiter interessieren wir als Islamische Gemeinde, dass für die in Ahaus lebende Muslime bei dem vorhandenen Ahauser Friedhof ein Grabfeld nach islamischen Anordnung einrichten zu lassen, sowie möchten wir auch die Beerdigungshilfe, die Pflege und die Unterhaltung dieses
Grabfeldes unterstützen.



MEKKA-WALLFAHRT

Die Organisation der rituellen Wallfahrt nach Mekka wird von Beauftragten des Präsidiums für Religionsangelegenheiten veranstaltet. DITIB-Ahaus unterstützt gemeinsam mit dem Dachverband muslimische Pilger/innen aus Ahaus und Umgebung beratend.
Zur Vorbereitung und Aufklärung der Pilger/innen auf die religiöse/gottesdienstliche Handlungen werden folgende Angebote und Hilfestellungen geleistet:

  • Informationsvorträge und –Veranstaltungen
  • Audio/Video/Film/Dia-Vorführungen
  • Aufklärungen über den Ablauf und die Pflichten während der Pilgerfahrt
  • Beratungshilfe zur Erledigung von Visa-Angelegenheiten mit der Zusammenarbeit unseren Dachverband DitiB Köln.
  • Gebetsveranstaltungen vor dem und nach dem Pilgerfahrt